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Montag, 5. Oktober 2009

Iren stimmen mit Ja

Irland hat sich entschieden. Nach dem Druck/der Erpressung durch EU und der Propaganda durch Politik und Medien haben die Bürger Irlands mit Ja zum Lissabon-Vertrag gestimmt. Damit heißt es: Tyrannis Sieg Heil! Freuen wir uns auf die sytematische Zerstörung und den Ausverkauf der europäischen Länder. Freuen wir uns auf die Kriege an denen wir teilnehmen werden und freuen wir uns über die abertausenden Unschuldigen, die dabei zu Tode kommen werden. Freuen wir uns auf die vergifteten Lebensmittel, die zu vernichtenden Arbeitsplätze, den ausverkauf der Infrastruktur und dem Schlachten des Mittelstand-Viehs. Freuen wir uns auf das undemokratische System, dass uns übergestölpt wurde und auf die ersten erschossenen bei Demonstrationen. Auf den Profit der Finanz- und Wirtschaftswelt, zu kosten der EU-Bürger. Ein Hoch auf den Verrat, den unsere Politiker an uns und unserer Verfassung geübt haben. Wo ist der Verfassungsschutz, wenn man ihn wirklich mal braucht? Wahrscheinlich im Dienste der Verbrecher auf der Jagdt nach Unschuldigen...

Ein Interview mit Professor Karl Albrecht Schachtschneider zum Lissabon-Vertrag

Die Gegner des Lissabon-Vertrages in Irland haben den Sieg des Ja bei gestrigen Referendums eingeräumt, aber auf gravierende Manipulationen und Übervorteilungen durch die Yes-Kampagne hingewiesen.
http://juergenelsaesser.wordpress.com/2009/10/03/irland-erste-tendenzen/




Naja, eine Hoffnung bleibt... zwei Länder müssen noch unterschreiben:

Nach dem Ja der Iren müssen noch die Präsidenten von Polen und Tschechien den Vertrag unterschreiben. In Warschau soll das rasch gehen, in Prag legt sich Präsident Václav Klaus quer. "Wir werden warten", sagt der EU-Skeptiker. Ihm kommt jetzt eine Verfassungsklage von Senatoren entgegen. Der Verfassungsgerichtshof will aber schnell entscheiden. Politische Beobachter bezweifeln, dass Klaus seinen Widerstand gegen den Rest der EU durchhält.

http://www.kurier.at/nachrichten/1943349.php


Freitag, 2. Oktober 2009

Wolfgang Eggert im Interview zum Lissabon-Vertrag

Wolfgang Eggert im Interview mit Infokriegernews.de Um Verbreitung wird ausdrücklich gebeten!

Wolfgang Eggert ist Journalist und Historiker. Er verfasste acht Bücher, die das schmutzige Wirken von Geheimdiensten und Okkultnetzwerken thematisieren. “Wer wissen will, wie sich extremer Fundamentalismus mit der laufenden US-Politik überschneidet, sollte dieses Buch lesen”, schreibt Emmypreisträger Saul Landau, Professor an der California State Polytechnic University über Eggerts jüngstes Werk “Erst Manhattan, dann Berlin”.



Infokriegernews.de:
Hallo Wolfgang, bei unserem Gespräch war deutlich herauszuhören, dass du ein Verfechter der unabhängigen Nationalstaaten bist. Was ist der Grund für diese Haltung?


Wolfgang Eggert:
Es sind die Staaten, welche die Völker zu etwas „Besonderem“ gemacht haben. Es sind die Staaten, welche die Eigenheiten der Kulturen geformt, gesichert und vorangetragen haben. Es sind die Staaten, welche den Wirtschaftshandelnden im Großen wie im Kleinen durch Schutzmaßnahmen Sicherheit gegeben haben. Völker ohne Staat lösen sich irgendwann auf – wenn das im großen Stil passiert, kommt es zu einer Monokultur. Damit kann ich wenig anfangen.

Im Gegensatz zu den neoliberalen Globalisierern, den multinationalen Unternehmen, die kein zu Hause haben, und uns das ebenfalls angedeihen lassen wollen, damit sie leichter überall einbrechen können. Die Heuschrecken, die nicht aufbauen sondern spekulieren. Die Märkte lieben und Menschen verachten. Und die nicht in langfristigen Kategorien denken wollen oder können. Diese Kabale soll der Sachwalter des neoliberalen Überstaats von morgen sein. Ein Albtraum.


Infokriegernews.de: Wie siehst du die Entwicklung von Europa in diesem Zusammenhang und welche Gefahren stecken in dieser Entwicklung?


Wolfgang Eggert: Brüssel will den Einheitsstaat, mit einem Einheitsvolk, und einer zentralen Einheitsgesetzgebung, die den Interessen der großen Wirtschaft, den Multis, dient. Das Motto heisst „EinVolk ein Reich ein Führer“. Dabei geht all das baden, was sich nicht im Sinne der Neoliberalen verzinst. Kultur, Nestwärme, Vielfalt, gemeinnützige Staatseinrichtungen.

Es geht nicht mehr um „Werte“ sondern nurmehr um „Profit“.

Schau Dir die Metropolen Europas an, und Du siehst, wie weit es die Globalisierer bereits gebracht haben. Egal ob Wien, London, Paris, Berlin. Überall der gleiche Melting Pot, das gleiche Stadtbild, die gleiche Skyline, die gleichen gehetzten Menschen, die gleichen Vermallung, die gleichen Kaufhausketten.

Bleiben wir beim letzten Beispiel: Ich wohne in München auf einer Straße, in der auf 300 Metern fünf turnhallengrosse Supermärkte stehen; einmal – das ist der größte Witz – steht ein Lidl direkt neben Aldi. Die gesamte Einkaufskultur in der Umgebung ist natürlich platt. Da braucht sich kein kleiner Laden dazwischen zu wagen, der hätte mit seinen Preisen gar keine Chance. Mit Ausnahme von diesen gesichtslosen Geschäften: ein Getränkemarkt, ein Sonnenbankbetreiber und ein CallShop. Das wars. Die Straße ist nun ausgestorben. Da spielt sich null Erlebnis, null Kommunikation ab. Innerhalb der Läden sicher auch nicht. Im CallShop verstehen sich die Leute schon untereinander nicht. Auf der Sonnenbank will man nicht gesehen werden. Und in den Supermärkten ist es mit dem ganzen Neonlicht derart fad, da will man nur schnell wieder raus. Dieser abartige Verdrängungs-, Rationalisierungs- und Erkaltungsprozess, der sich hier im Kleinen abspielt, passiert auch in der Spitze der Wirtschaft. In der Kultur. In der Gesellschaft. Auf allen Ebenen unseres Lebens.


Infokriegernews.de:
Am 02.10.09 stimmen die Iren abermals über den Lissabonvertrag welcher ja faktisch die EU-Verfassung repräsentiert ab. Welches Ergebnis erwartest du und wie geht es deiner Meinung nach weiter?


Wolfgang Eggert:
Ich fürchte, dass die Iren mit Ja stimmen. Sie waren schon beim letzten Wahldurchgang einer einseitigen Beeinflussung von Oben ausgestzt. Praktisch alle Parteien, Verbände und Medien und jede Menge Spin Docters riefen, ferngelenkt durch Brüssel, die Menschen zu diesem Selbstmord auf. Einzig die Kirche und die Sinn Fein waren dagegen, aber das hätte nicht zum Nein gereicht. Wäre da nicht Declan Ganley gewesen, der Milliardär im Waffengeschäft, der auf einmal unheimlich viel Geld für eine solche Kampagne freimachte und die Straßen eroberte. Die Eurokraten, die sonst wie alle Elitenvertreter nichts von Einflussnahmen der Geheimdienste wissen wollen (weil sie oft genug selbst ausführender Teil davon sind), zeterten, dass Ganley seine Mittel von der CIA erhalten habe. Es spricht einiges dafür, dass dem tatsächlich so war. Die Bush-Administration betrachtete einen europäischen Megastaat a la Lissabon als zu starke geopolitische Konkurrenz und tat viel dafür, das Kind im Bade zu ertränken. Leider hat die neue US-Regierung unter Obama andere Ansichten und Prioritäten, wodurch die Finanzmittel des Pentagon Richtung Irland nun nichtmehr so reich sprudeln sollen. Ganley – so schreiben die Medien - hat seinen Kampf inzwischen aufgegeben. Und auch die katholischen Bischöfe haben ihre Hand zum Europagruß erhoben. So denke ich, dass die Iren einknicken.

Leider ist viel zu wenig bekannt, was Lissabon für uns alle bedeutet: Noch weniger nationale Mitbestimmung. Haarsträubende Sicherheitsgesetze, die bis zur erlaubten Tötung von Demonstranten führen. Abschaffung der Gewaltenteilung an zentralsten Entscheiungsstellen. Als EU-Präsident ein hochumstrittener Irakkriegs-Premier Tony Blair, dessen Land nichtmals den Euro als Währung hat. Dazu passend erweiterte Interventionsgesetze, die künftigen Angriffskriegen der EU-Staaten auch ohne UN-Mandat entgegenkommen. Weitere Absenkungen der Löhne und Beschäftigungrechte durch Einführung des “Herkunftsprinzip” auf dem Arbeitsmarkt. Und und und.


Infokriegernews.de:
Du thematisierst in deinen Büchern häufig ein Wirken von Netzwerken die eine Agenda verfolgen. Siehst du hier einen direkten Zusammenhang mit der Schaffung des „Superstaates Europa“ und wie könnte dieser den Zielen jener „Elite“ dienen?


Wolfgang Eggert:
Ich beschäftige mich seit langem mit dem Treiben von messianistischen Netzwerken. Das sind Strukturen, die in der Form von Logen, Sekten und Think-Tanks, versuchen, die großen Entscheidungen der Tagespolitik nach den Vorgaben der biblischen Prophetie auszurichten. Auf den ersten Blick klingt das phantastisch und größenwahnsinnig. Wenn man sich aber anschaut, wie perfekt das Power-Lobbying dieser Gruppen gestrickt ist, dann bekommt man es irgendwann wirklich mit der Angst zu tun.

Die jüdische Sekte Chabad-Lubawitsch, die Teil dieser Kabale ist, wird vom deutschen Nachrichtenmagazin FOCUS 100 Millionen Dollar schwer geschätzt. Und das ist, Achtung, das lediglich jährliche Budget dieser Gruppe. Das gleiche Blatt nannte den letzten Führer des Kults, Rabbi Schneerson, „den heimlichen Regenten Israels… Kein jüdischer Staatsmann, gleich ob Mitglied des Likud oder der Arbeiterpartei kam bei einer USA-Reise um eine Privataudienz herum“. Chabad-Pressesekretär Moishe Krinsky brüstet sich öffentlich: „Der Rebbe war an jedem Prozess in Israel beteiligt.“ Israels Staatschef Benjamin Netanjahu, der heute auf einen Angriffskrieg gegen den Iran hinarbeitet, lässt sich bei wichtigen Weltereignissen von sektiererischen Apokalyptikern briefen.

All das wäre kein zu großes Problem, wenn der Zionstaat eine beschränktere Aussenwirkung hätte. Leider aber prägt Tel Aviv über seine starke Lobby und seinen Geheimdienst die mediale, finanzielle und politische Kultur der USA. Und die USA wiederum bestimmen über die NATO und ein Heer von Vorfeld-Organisationen wie die Amerika-Brücke viele Ereignisse bei uns in Europa. Nicht wenige französische Beobachter nennen Sarkozys Karriere „made in USA“. Auch Tony Blair ist ein überzeugter Transatlantiker.

Und beide sind sie Mitglieder in nominell christlichen Freimaurerbünden, die ihrerseits sich zur Aufgabe stellen, das Gesicht der Politik nach biblischer Zukunftsschau auszugestalten. In der Bibel finden sich etliche Textstellen, die von diesen Kreisen als Beschreibung des kommenden Europa interpretiert werden. In der Offenbarung des Johannes etwa lesen wir:

Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf goldenen Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Kindesnöten und hatte große Qual zur Geburt. Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen… Die sieben Köpfe sind sieben Berge, auf denen die Frau sitzt.

Exegeten identifizieren die Frau nun mit Europa und den Ort der sieben Berge, auf denen sie sitzt, als Lissabon, „die Sieben-Hügel-Stadt“. Das mag dem einen oder anderen weit hergeholt erscheinen, aber es ist nicht meine Interpretation sondern die eines mystischen Establishments, das nicht beleuchtet wird aber nichtsdestoweniger sehr existent und werktätig ist.


Infokriegernews.de:
Wie hast du diese „Elite“ entdeckt und gibt es hier eine entsprechende Quellenlage?


Wolfgang Eggert:
Es waren Forschungen über die Hintergründe des ersten und zweiten Weltkriegs sowie des europäischen Totalitarismus, die mich irgendwann zu dem Thema hingeführt haben. Ich habe einmal vor vielen Jahren eine Top-Ten-Liste der wichtigsten Wahlkampffinanziers der Nazis zuammengestellt. Als dabei herauskam, dass die ersten sieben vorderen Plätze von Amerikanern, Engländern, Italienern und Russen eingenommen waren, war mein Interesse erwacht. So kam ich peu a peu dem Wirken von Wirtschaftslobbys auf die Spur, ebenso wie den Machinationen von Geheimdiensten. Am Schluss der Erkenntniskette standen die genannten Endzeitsekten, die ähnlich wie staatliche Geheimdienste organisiert sind. In diesen Logen und Männerbünden meinen viele, das Alpha und das Omega zum Verständnis unserer neueren Geschichte gefunden zu haben. Und sie haben damit wahrscheinlich gar nicht so unrecht.

Leider war die Quellenlage zur Beweisführung bislang schlecht. Zuviel blieb Spekultion. Ich habe mir einige Mühe gegeben, die Spreu vom Weizen zu trennen und darüber hinaus internationale Literatur zu erschließen. Viele Insider haben mehr geredet, als ihren Strippenziehern und Brötchengebern lieb sein kann. Da gibt es einen reichen Fundus, den ich meiner Leserschaft gern zur Verfügung stelle.


Infokriegernews.de:
Welches deiner Bücher würdest du als „must have“ bezeichnen?


Wolfgang Eggert:
Must have ist “erst manhattan, dann berlin”.

http://chronos-medien.de/programm_iframe.html#10


Infokriegernews.de:
Vielen Dank für das Interview, möchtest du den Lesern noch etwas mitteilen?


Wolfgang Eggert:
Ich möchte noch gerne auf meine Petition “www.apocalypse-no.net” hinweisen. Auch dir vielen Dank für das Interview.

NACHTRAG! Ich nehme in dem Zusammenhang übrigens jede Wette an, daß der nächste Provokationsanschlag wieder auf Rechnung derer geht, die schon 9/11 auf dem Gewissen haben. Der langjährige italienische Premier und Präsident Francesco Cossiga sagte öffentlich, dass es in Geheimdienstkreisen ein offenes Geheimnis sei, dass die Operation vom 11. September „von der amerikanischen CIA und dem Mossad mit Hilfe der zionistischen Welt geplant und durchgeführt wurde.“ Cossiga sprach diese Worte vor zwei Jahren in einem Interview mit der wichtigsten italienischen Zeitung Corriere della Sera. Kein ausländisches Mainstreammedium hat diese Knallermeldung gespiegelt. Auch die Scheinenthüller von Junge Freiheit bis Junge Welt haben beredt geschwiegen. Infowar waren die einzigen, die die Nachricht brachten. Soviel zur Berechtigung des Begriffs Infokrieg.







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Samstag, 26. September 2009

Dienstag, 15. September 2009

Wehret den Anfängen



Unbeachtet von den Massenmedien hebelt der Vertrag von Lissabon die nationalen Gesetze aus. Das durch Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshof zu den Grundfreiheiten unbemerkt etablierte "Herkunftslandprinzip" drückt die Lohnstandards - und Arbeitnehmerrechte auf ein Minimum.

Zugleich sind grundlegende Menschen - und Völkerrechtsgrundsätze nicht mehr unantastbar: Todesstrafe, Schießbefehl auf Demonstranten, Angriffskriege - nichts soll mehr ausgeschlossen werden.

Doch es regt sich Widerstand. Die irische Bevölkerung - als einzige der EU Nationen direkt zum Vertragswerk befragt - stimmt mit NEIN. Währenddessen formiert sich in Deutschland eine neue ausserparlamentarische Opposition. Sie trägt ihre Angst vor einem autoritären Überstaat der Konzerne auf die Straße.

NuoViso.tv

Sonntag, 6. September 2009

1000 Leute bei Anti-Lissabon-Demo!

1000 Leute bei Anti-Lissabon-Demo!
September 6, 2009 um 12:54 · Gespeichert unter Uncategorized

Großer Erfolg für Volksinitiative und das gesamte Bündnis „Nein zur EU-Diktatur!“



Bingo! Das war unser Gesellenstück! Bisher nur Veranstaltungen, aber jetzt unsere erste Demonstration!

1000 Leute sind gekommen – und das trotz Pressezensur, trotz Boykott durch die großen Parteien (auch die Linkspartei!) und Verschweigen durch die die Printmedien (auch die linken, das ND brachte wenigstens eine bezahlte Anzeige …), trotz Sendeverbot unseres Clips in der U-Bahn. Und obwohl wir null Geld hatten …

Man muss sich das nochmal chronologisch ansehen: Erst Anfang Juli machte ich für die Volksinitiative auf dem Alles-Schall-undRauch-Kongress in Fulda den Vorschlag zur Demo. Dann gab es dort ein Arbeitsgruppe, dann bildete sich in Berlin ein Bündnis. Innerhalb von nur zwei Monaten wurde das Ganze auf die Beine gestellt …

Das Wunderbare an der Demo war die Top-Stimmung von Anfang bis Ende: Die Leute haben sich GEFREUT, dabeizusein, sie hörten interessiert zu, es wurde heftig geklatscht, es wurden Parolen skandiert … Und das bei aller Unterschiedlichkeit … Sehr viele junge Leute aus der blogger-Szene, aber auch Anzugträger, dann wieder Kapuzenshirts, dann ältere Leute mit Gehhilfe, Kinderwagen … Man hat gemerkt, die Leute kommen nicht einfach dazu, sind DABEI, und sie werden weiter dabei sein. Da ist eine Menge Dynamik. Auch, was die Teilnehmerzahlen angeht: In Fulda bei der Konferenz Anfang Juli waren knapp 500 Leute, dann in Leipzig bei der Geopolitik-Konferenz Mitte August über 600, und jetzt waren es 1000.

Ebenfalls super war die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Gruppen. Es gab ja nicht viele, das Bündnis war klein, aber oho! Alle haben ohne jede Eifersüchteleien bei der Mobilisierung an einem Strang gezogen: Die Volksinitiative, da haben wirklich alle geackert, vielen Dank!! Sodann die Bürgerinitiative gegen den EU-Vertrag, der Stammtische von Alles Schall und Rauch usw. (auch mit Leuten aus dem „Freiheit statt Angst“-Bündnis), die Berliner Leute von Christoph Hörstels Neuer Mitte. Schließlich kamen viele Einzelpersonen dazu, die auch in die Hände gespuckt haben. Herz und Hirn der Berliner Vorbereitung war natürlich Sandra Müller, die mehr Power hat als Sahra Wagenknecht und Lucy Redler zusammen. Kurz und gut: Der Erfolg war ein gemeinsamer, alle können stolz sein, und alle waren stolz gestern – das hat man gesehen.

Zum Ablauf nur kurz, bald gibts die Videos von nuoviso (danke für die professionelle Arbeit!): Sandra Müller und ich haben eingeleitet, Freeman von „Alles Schall nd Rauch“ hat kurz begrüßt, dann übernahm „Die Bandbreite“ und hat mit ihren Knallern „Angst vor Lissabon“ und – später – ihrem 9/11-Hit „Selbst gemacht“ eingeheizt. Leadsänger Wojna gab während der Demo den Conferencier, hat knallhart die Passanten übern Lautsprecherwagen agitiert – und ich hab welche klatschen gesehen! Unterstützt hat ihn dabei Christoph Hörstel, der Rufparolen mitgebracht hatte und die Leute mitriß. Ein gutes Beispiel für die 1a-Stimmung im Demo-Bündnis: Wir wollten eigentlich die Parolen vorher im Bündnis absprechen, uns einigen, aber dazu kam es nicht mehr, einfach aus Zeitgründen. Dann hat Christoph allein die Parolen gemacht, ohne Vorcheck oder Rücksprache haben wir ihm einfach das Mikro gegeben, und er hat die Stimmung ganz gut getroffen, sehr viele haben mitgerufen! Das zeigt, wie viel inhaltliche Harmonie und Übereinstimmung, ja: blindes Verstehen es in dieser NEUEN BEWEGUNG gibt.

Neue Bewegung – was ist das? Dazu habe ich auf der Abschlußkundgebung etwas mehr gesagt. Wird vielleicht morgen schon online sein. Ansonsten sprachen noch Christoph Hörstel (zur EU-Kriegspolitik, Afghanistan), ÖDP-Bundesvorsitzender Klaus Buchner (zu den juristischen Verstößen des Lissabon-Vertrages), nochmal Sandra Müller (Was Klassisches: Wie Friedrich Schiller gegen Lissabon argumentiert hätte) und Vertreter von sechs Kleinparteien mit Klein-Statements. Alles easy.

Sauber auch die Party im Anschluß: Im „Tunnelblick“, Kult-Location am U-Bhf. Gneisenaustraße. Der Wirt soll ein Fan von uns sein. Unten im proppenvollen Keller gab’s nochmal Bandbreite und dann was Funkiges, viele saßen draußen und quatschten bis in die Puppen. Ich bin um 1 Uhr gegangen – als einer der ersten! Manche haben wohl durchgemacht und sind morgens zurückgefahren – nach Stuttgart, nach Düsseldorf, nach Greifswald, ins Erzgebirge – die Leute waren ja von überall gekommen!

Ich bin sicher, dass alle von Nah und Fern in einigen Jahren auf diesen 5. September 2009 zurückblicken und sagen werden: Ja, mit diesen 1000 Leuten hat es angefangen – und ich war dabei!

VIELEN DANK AN ALLE – UND BIS ZUM NÄCHSTEN MAL!

http://juergenelsaesser.wordpress.com/2009/09/06/1000-leute-bei-anti-lissabon-demo/

Donnerstag, 27. August 2009

Infokrieg-Interview mit Jürgen Elsässer







Jürgen Elsässer spricht hier über die Volksinitiative, die Demonstration gegen die EU-Diktatur am 5. September in Berlin und die Sauerland-Gruppe.